Tipps und Infos rund um den Kaminofen

Derzeit bieten wir Informationen zu folgenden Themengebieten:

Brennholz

holzscheite

Bevor Sie Ihr Brennholz verwenden, muss es fast völlig ausgetrocknet sein und eine Feuchtigkeit von 12-20 % aufweisen.Die meisten Holzarten eignen sich vorzüglich als Brennholz, wenngleich es Unterschiede hinsichtlich Preis und Heizwert gibt. Zu beachten ist bei allen Holzarten, dass es trocken sein muss. Der Restfeuchtegehalt darf 20% nicht übersteigen.

Dieses wird nach einer Lagerung über zwei Winter hinweg erreicht. Auf diese Weise ist eine saubere Verbrennung mit hellen Flammen gewährleistet - ein Verrußen von Kaminofen und Schornstein ist ausgeschlossen. Der Umwelt zu Liebe.

Buchenholz

Hartes Holz, das eine hohe Zündtemperatur hat. Man wird jedoch mit angenehmer Wärme und einer stimmungsvoll anzuschauenden Glut belohnt. Da Buchenholz zudem sehr lange brennt, eignet es sich ideal für lange, kalte Wintertage.

  • Idealer Brennstoff

Eichenholz

Hartes Holz, das eine hohe Zündtemperatur aufweist. Wenn es jedoch erst einmal brennt, dann aber richtig. Schon bald verbreitet sich wohlige Wärme im Zimmer, wobei die knisternde Glut im Kaminofen zum Wohlbehagen beiträgt. Bei Nichtbeachtung droht die Sichtscheibe Schaden zu nehmen. Danach 2 Jahre trocken lagern.

  • Lange Brenn- und Glutphase

Birkenholz

Weiches Holz mit niedriger Zündtemperatur und gutem Heizwert. Es verbrennt geräuschlos, entwickelt kaum Rauch und bildet wenig Glut. Es brennt mit schöner Flamme und duftet gut. Gilt auch für Lindenholz und Kastanienholz.

  • Starter oder erneutes Anzünden

Kiefernholz

Weiches Holz mit niedriger Zündtemperatur, das sich gut zum Anheizen eignet. Kiefernholz brennt gut und mit leuchtenden Flammen. Es wird nur wenig Glut gebildet. Gilt auch für Tannenholz.

Gegen die Wahl für das Kiefernholz sprechen die enthaltenen Harze sowie ein relativ schnelles Abbrennen.

Hier können Sie sehen, wie Hwam-Öfen angefeuert werden.

Holzpellets

pellets

Holzpellets sind Kügelchen oder Stäbchen aus gepresstem Holzmaterial. Sie eignen sich vorzüglich als preiswerter und effizienter Brennstoff, der auch aus einem zentralen Lager automatisch nachgefüllt werden kann. (Bei Wikipedia finden Sie ausführliche Informationen zu Holzpellets.) Nachfolgend ein paar Tipps zum Umgang mit Holzpellets.

Lagerung

Pellets lagern Sie richtig wenn Sie folgende Hinweise und Tipps beachten:

1. Lüften

Lagerräume und Lagerbehälter müssen belüftet werden! Für die meisten Lagersituationen in haushaltsüblichen Lägern ist die Verwendung von belüfteten Deckeln für Einblas- und Absaugstutzen ausreichend!

2. Kinder

Den Zugang zum Pelletlager verschlossen halten! Achten Sie darauf, dass Kinder oder unbefugte Personen keinen Zugang zum Pelletlager haben!

3. Sicherung

Der Aufenthalt in Pelletlagerräumen ist nur für Reinigungs- und Wartungsarbeiten gestattet. Der Pelletkessel muss ausgeschaltet sein. Zutritt nur nach vorheringer mind. 15-minütiger Querlüftung! Bei Arbeiten in gefüllten Lagerräumen und Behältern sollte sich immer eine zweite Person zur Sicherung außerhalb des Lagers aufhalten!

4. Feuer und offenes Licht

Das Rauchen und der Umgang mit offenem Feuer und anderen Zündquellen ist in Räumen, in denen Pellets lagern, verboten!

5. Große Lagerräume

Für Lagerräume größer 10 Tonnen gelten besondere Sicherheitsvorschriften. Diese sollten nur von Fachpersonal betreten werden. Das Deutsche Pelletinstitut informiert zu den Sicherheitsvorschriften (www.depi.de).

6. Konstruktion des Lagerraums

Neben der Pelletsqualität ist die Konstruktion des Lagerraums entscheidend für einen störungsfreien Heizbetrieb. Für die verschiedenen Standardsysteme hat der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) verschiedene Tipps in einer Broschüre zusammengestellt.

7. Fassungsvermögen für Lagerräume berechnen

Sie planen einen Lagerraum für Pellets? Dann nutzen Sie unsere Berechnungstabelle: So können Sie z.B. das Volumen des Lagerraums berechnen und wie viele Pellets hinein passen.

8. Extra-Tipp: Auch damit liegen Sie richtig!

Wer keinen separaten Lagerraum hat, kann Holzpellets auch in industriell gefertigten Behältern aufbewahren. In Gebäuden bietet sich ein Sacksilo oder ein Lagertank an, für ein Außenlager ein Erdtank.

Förderung Pelletheizung: mindestens 2.400 Euro

Informieren Sie sich hier über die aktuellen Förderprogramme:

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

www.bafa.de

Fördermittel-Datenbank

www.foerderdata.de

Kreditanstalt für Wiederaufbau (Förderberatung)

www.kfw.de

Aufstellung des Kaminofens

Vorbereitung

Bei der Aufstellung des Kaminofens sind die einschlägigen bautechnischen und örtlichen Vorschriften zu beachten. Es ist empfehlenswert, sich zuvor mit einem Schornsteinfeger zu beraten.

Anforderungen an den Raum

Es ist zu gewährleisten, dass jederzeit Luft in den Raum nachströmen kann, wo der Kaminofen aufgestellt ist. Ein Fenster, das sich öffnen lässt oder ein regelbares Luftventil ist ausreichend. Es ist aber auch möglich, ein Frischluftsystem an den Ofen anzuschließen. Durch das Luftventil bzw. Lüftungsgitter muss Luft frei strömen können!

Tragender Untergrund

Vor der Aufstellung des Ofens ist zu prüfen, ob der Untergrund das Gewicht von Ofen und Schornstein tragen kann. Das Schornsteingewicht lässt sich anhand der Maßangaben (Durchmesser, Höhe) errechnen, während das Gewicht des Kaminofens aus der Produktübersicht hervorgeht.

Abstand zu nicht brennbaren Materialien

Soll der Kaminofen an einer gemauerten Wand oder vor anderen, nicht brennbaren Materialien aufgestellt werden, bestehen keine Vorschriften hinsichtlich eines Mindestabstandes. Zur leichteren Reinigung wird jedoch die Einhaltung eines Abstandes von 5 bis 10 cm empfohlen.

Abstand zu brennbaren Materialien

Soll der Ofen an einer Holzwand oder in der Nähe anderer brennbarer Materialien aufgestellt werden, ist mindestens der auf dem Typenschild oder in der Gebrauchsanweisung angegebene Abstand einzuhalten.

Ihr Kaminofen muss stets auf einer nicht brennbaren Unterlage stehen! Soll der Ofen auf einem Holzfußboden o. Ä. aufgestellt werden, ist dieser mit einer nicht brennbaren Unterlage abzudecken, die bis 30 cm vor den Ofen und 15 cm an den Seiten herausreicht.

Anforderungen an den Schornstein

Der Schornstein muss so hoch sein, dass guter Zug gewährleistet ist und kein Rauch in den Raum dringt.

Der Nennwert für den Zug muss ca. 15 Pa betragen. Das ist mit einem Stahlschornstein von mind. 3,5 m Länge oder einem mind. 4,5 m hohen Schornstein aus Betonelementen zu erreichen. Der Schornstein muss einen lichten Durchmesser von mind. 150 mm aufweisen und zum Rohrstutzen des Kaminofens passen.

Ferner muss der Schornstein mit einer leicht zugänglichen Reinigungsklappe ausgestattet sein.

Regulierklappe

Es wird empfohlen, für Schornstein bzw. Rauchrohr eine Regulierklappe vorzusehen, sodass sich der Zug im Schornstein an sehr windigen Tagen einstellen lässt. Die Regulierklappe darf sich jedoch nicht vollständig schließen lassen! Es muss stets ein freier Durchlass von mind. 20% des lichten Durchmessers von Schornstein bzw. Rauchrohr vorhanden sein. Sitzt das Rauchrohr des Stahlschornsteins direkt auf dem Ofen, darf er keine Regulierklappe aufweisen.

Schornstein

Der Schornstein hat als ‚Motor' des Kaminofens entscheidenden Einfluss auf dessen Leistungsfähigkeit. Durch den Luftzug entsteht im Ofen ein Unterdruck. Dadurch wird Rauch aus dem Ofen gezogen und Luft zur so genannten ‚Scheibenspülung' geführt, wodurch die Scheibe rußfrei bleibt. Luft für die Verbrennung wird durch die Primär- und Sekundärlüftung eingezogen.

Der Zug im Schornstein entsteht durch unterschiedliche Temperaturen im Schornstein und außerhalb des Schornsteins. Je höher die Innentemperatur, desto besser ist der Zug. Daher ist es von größter Wichtigkeit, dass sich der Schornstein gut aufwärmt, bevor man die Lüftungsklappen schließt und dadurch die Verbrennung im Ofen drosselt. Dies dauert bei einem gemauerten Schornstein länger als bei einem Stahlschornstein. An Tagen mit widrigen Wind- und Witterungsverhältnissen und entsprechend geringem Zug im Schornstein ist es unerlässlich, eine möglichst schnelle Erwärmung zu erreichen, mit der man für eine optimale Flammenentwicklung sorgt. Um das zu erzielen, werden feines Anmachholz und ein zusätzlicher Kaminanzünder empfohlen.

Wurde der Ofen länger nicht benutzt, ist das Rohr auf freien Durchgang zu prüfen.

Es ist möglich, mehrere Anschlussvorrichtungen für denselben Schornstein vorzusehen. Zuvor ist jedoch zu untersuchen, ob hier bestimmte Vorschriften bestehen, worüber der zuständige Schornsteinfegermeister Auskunft geben kann.

Werden die Ratschläge nicht beachtet, kann auch ein guter Schornstein keine volle Leistung erbringen, wohingegen ein weniger guter Schornstein bei Beachten der Tipps gute Ergebnisse zeigt.

 

Wartung und Pflege des Kaminofens

Eine Wartung des Kaminofens sollte nur vorgenommen werden, wenn der Kaminofen kalt ist. Die täglich vorzunehmenden Arbeiten beschränken sich auf ein Minimum. Auf dieser Seite finden Sie Informationen darüber, wie Sie Ihren Kaminofen optimal instand halten.

Wartung/Pflege

Am einfachsten ist es, den Ofen außen unter Verwendung einer Düse mit weichen Bürsten abzusaugen oder mit einem trockenen, weichen Lappen bzw. einem Handfeger zu reinigen. Beachten Sie bitte, dass der Ofen hierbei kalt sein muss! Benutzen Sie kein Wasser, keinen Brennspiritus oder Reinigungsmittel, da diese den Lack angreifen. Einmal jährlich sollte der Ofen gründlich inspiziert und der Feuerraum von Aschenresten und Ruß befreit werden. Türscharniere und Schließmechanismus sind mit Kupferfett zu schmieren.

Reinigung des Kaminofens

Bevor Sie mit der Ofenreinigung beginnen, muss der Schieber in MIN-Position gebracht werden, um das Eindringen von Asche und Ruß in die Autopilot zu verhindern.

Rauchleitblech des Kaminofens

Es lässt sich durch Schieben bei gleichzeitigem, leicht seitlichem Anheben herausnehmen. Drücken Sie beim Herausnehmen aus dem Feuerraum eine Seite herab. Das Rauchleitblech wird herausgenommen. Die Transportsicherung wird danach ausgerichtet. Das Blech wird aus den Haken herausgehoben und anschließend abgenommen.

Isoliermaterial

Das widerstandsfähige, poröse Isoliermaterial des Feuerraums kann mit der Zeit verschleißen und Beschädigungen davontragen. Bilden sich Risse in der rückwärtigen Platte, kann das dazu führen, dass die Sekundärluft im Feuerraum nicht mehr richtig verteilt wird. Aus diesem Grund sollte sie ausgewechselt werden. Dagegen hat es keinen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des Ofens, wenn sich Risse in den seitlichen Platten bilden.

Diese und die Rauchleitplatte sollten jedoch ausgewechselt werden, wenn sie soweit verschlissen sind, dass ihre Stärke um mehr als die Hälfte abgenommen hat.

Tür/Glas des Kaminofens

Überprüfen Sie, ob sich in den Luftspalten des Türrahmens Asche und/oder Ruß abgesetzt haben, und entfernen Sie diese ggf.

Ist die Scheibe verrußt, lässt sie sich mit feuchtem Papier reinigen, das leicht in Asche getaucht wurde. Überprüfen Sie regelmäßig, ob die Türdichtungen unversehrt und weich sind. Sollte das nicht der Fall sein, sollten sie ausgetauscht werden. Es dürfen nur Original-Ersatzteile verwendet werden, die Ihr Händler vorrätig hält.

Kaminöfen mit Hebetür

Der Mechanismus für die Hebetür besteht aus einem zu beiden Seiten sitzenden Kettenantrieb und einer unter dem Ofen sitzenden Feder. Ist die Tür schwergängig, lässt sich dies durch Schmieren der Buchse des Kettenrades und der Türscharniere mit Kupferfett beheben. Diese Arbeit sollte einmal jährlich vorgenommen werden. Lässt sich die Tür zu leicht bewegen, ist die Feder zu lose. Sie lässt sich mit Spezialwerkzeug strammer einstellen. Wenden Sie sich in diesem Fall bitte an Ihren Händler.

Die äußere Blechummantelung des Kaminofens

Eine Nachbehandlung ist unter normalen Umständen nicht erforderlich. Eventuell aufgetretene Lackschäden lassen sich mit Senotherm-Spray behandeln, das beim Fachhändler erhältlich ist.

Inspektion

Mindestens alle 2 Jahre sollte der Kaminofen einer gründlichen Inspektion unterzogen werden. Sie umfasst folgende Arbeiten:

  • Gründliche Ofenreinigung
  • Schmieren der Scharniere mit Kupferfett
  • Überprüfung und ggf. Austausch der Dichtungen, wobei die Scheibendichtungen stets auszutauschen sind
  • Einstellung von Handgriff und Tür
  • Überprüfung der Automatik
  • Ggf. Austausch der Feder in der Automatik
  • Überprüfung des Isoliermaterials und ggf. Austausch
  • Die Inspektion ist von einem Fachmann durchzuführen, und es dürfen nur Original-Ersatzteile verwendet werden.

Entleeren des Aschenkastens

Am einfachsten lässt sich der Aschenkasten entleeren, wenn man einen Abfallbeutel darüber zieht, ihn auf den Kopf stellt und danach vorsichtig aus dem Beutel herauszieht. Der Aschenbeutel gehört in den Hausmüll!

Achtung! Die Asche muss vor dem Entnehmen ganz abgekühlt sein! Achten Sie darauf, dass sich noch 24 Stunden nach Verlöschen des Feuers Glut in der Asche befinden kann.

 

Leistung eines Kaminofens

4 kW, 6 kW oder 8 kW?

Beim Kauf eines Kaminofens orientiert sich der Kunde oft – wie beim Auto – an der kW-Angabe. Schließlich ist kW (= Kilo Watt) ein Maß für die Leistung.

Was viele nicht wissen: Kaminöfen besitzen keinen „festeingestellten" kW-Wert. Vielmehr bestimmt die aufgelegte Brennstoffmenge die Leistung des Gerätes.

Aber was sagt nun der angegebene kW-Wert eines Kaminofens?

Die kW-Angabe beschreibt die sogenannte Nennheizleistung des Gerätes. Der Hersteller definiert eine bestimmte Menge Brennstoff, bei welcher der Kaminofen einwandfrei betrieben werden kann. Da verschiedene Brennstoff- und Holzarten unterschiedliche Energiemengen enthalten, wird die Brennstoffmenge nicht in Kilogramm, sondern in kW angegeben. Ein kg trockenes Buchenholz erzeugt in einem Kaminofen z.B. eine Heizleistung von 3 kW.

Besonders wichtig für den Käufer: Alle Angaben bezüglich Emissionen, Wirkungsgrad etc. beziehen sich auf diese vom Hersteller definierte Nennheizleistung. Oder anders ausgedrückt: Wenn ich bei meinem Kaminofen erheblich von der Brennstoffmenge abweiche, die der angegebenen Nennheizleistung entspricht, kann ich mich nicht darauf verlassen, dass die Herstellerangaben erzielt werden.

 

 

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